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Long Blues Afternoon
Magic Slim & The Teardrops
Coco Montoya Band feat. Meena

So, 21.03.2010 (17:00) @ Reigen Live | Eintritt € 25,-
Coco Montoya
Coco Montoya
Magic Slim
Magic Slim
Meena
Meena
Magic Slim
Magic Slim mit seinen Teardrops ist einer jener Bluesmen, die in erster Linie über ihre Konzerte, also ihre ständige Livepräsenz Anerkennung gesammelt haben, auch wenn diese Anerkennung erst relativ spät eingetreten ist. Das ist aber insofern verständlich, als die Zahl der Bluesmusiker in Chicago zweifelsohne in die Tausende geht. Auch der mittlerweile 72jährige Morris Holt, alias Magic Slim, hat in Chicago ab 1955 den harten Weg, on the road, beschritten. Zunächst als Bassist in der Gruppe des legendären Magic Sam kehrte Holt zwar kurzzeitig nach Grenada, Mississippi zurück, gründete aber bereits 1965 - wieder in Chicago - seine Version der Teardrops (zuvor war er in der Band Mr. Pitiful & The Teardrops engagiert). Seit Mitte der Siebziger Jahre viel in Europa unterwegs, erspielte sich Magic Slim auch auf dem alten Kontinent eine treue Fangemeinschaft. Im letzten Jahrzehnt beschränkte Magic Slim seine Auftritte jedoch vorwiegend auf die Staaten. Etliche CDs nahm er für das heimische Label Wolf Records auf, und in Kooperation mit Wolf Records kommt diese Legende des Blues nun endlich wieder live nach Wien.

Coco Montoya
1951 erblickte Coco Montoya in Santa Monica, Kalifornien, als Kind einer Arbeiterfamilie das Licht des Erdenrunds. Die umfangreiche Bluesplattensammlung seiner Eltern führte ihn früh dieser Musik zu, die Initialzündung für seine eigene künstlerische Laufbahn kam 1969 mit einem Konzert Albert Kings, im „Vorprogramm“ von Creedence Clearwater Revival. Montoya wandte sich dem Schlagzeug zu - obgleich er daneben immer auch ein wenig zur Gitarre griff -, und drummte bald in verschiedenen lokalen Rockbands. Sonntags spielte man öfter in einer kleinen kalifornischen Bar in Culver City und wie der Zufall so spielt, war dort eines Wochenendes Albert Collins für eine Matinee verpflichtet, sein eigener Drummer musste sich allerdings das Schlagzeug Montoyas „ausborgen“, sehr zu dessen Unwillen. Collins und Montoya kamen ins Gespräch und daraus entstand eine fünfjährige Bandzugehörigkeit sowie eine lebenslange, tiefe Freundschaft. In jener Zeit begann schließlich auch Montoyas verstärkte Hinwendung zur Gitarre, konsequenterweise vollendet in der Gruppe einer Blueslegende, welche für die Förderung formidabler Gitarristen nicht gänzlich unbekannt ist: John Mayall. Zehn Jahre war Coco Montoya Mitglied der Bluesbreakers, bevor er – auf Anraten des damals bereits an Krebs erkrankten Collins – den Sprung in die „Selbständigkeit“ wagte und mit seiner Bluesrockmischung bereits 1996 den W.C. Handy Award als Best New Blues Artist einstreifte. Auch Montoya hat sein brandneues Album für RUF Records, „I Want It All Back“, mit im Gepäck.

Meena (Cryle)
Ebenfalls eine gute Bekannte des Vienna Blues Spring. Meena Cryles Stil aus Blues, Soul und Rockexkursionen beeindruckt unmittelbar. Ebenso wie ihr Charme und ihre gewaltige, charismatische Stimme. Dies alles hat dazu geführt, dass Meena mittlerweile von einem der renommiertesten Blueslabels der Welt, RUF Records, unter Vertrag genommen wurde. „Try Me“ betitelt sich ihre, in Memphis aufgenommene, CD, die sie in die internationale Bluesszene katapultiert. Produziert wurde das Album von niemand Geringerem als Jim Gaines, und neben Chris Fillmore sind auch Coco Montoya sowie Eric Sardinas an den Saiten zu hören. Im Mittelpunkt steht aber Meenas Stimme, mit grandioser Emotionalität und viel Soul.

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