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Es gibt keine nächsten Termine.
!! ACHTUNG PROGRAMM-ÄNDERUNG - Konzert im Haus der Musik 14.4.2012 !!
The Bluesmopolitans
The Bluesmopolitans
Wegen einer Verletzung des Gitarristen wurde das Konzert von Fulvio Feliciano und Nathaniel Peterson von der Agentur kurzfristig abgesagt, was wir sehr bedauern, aber nicht ändern können.
Es wird aber trotzdem ein packender Bluesabend gestaltet: Nach der CD-Präsentation der Bluesmopolitans wird es ersatzweise eine lange Session mit vielen Gastmusikern geben.
Der Eintritt wird auf EUR 15.- reduziert - bereits gekaufte Karten werden auf Wunsch aber auch zurückgenommen.

Details und Tickets

Nachruf Bugs Henderson
Bugs Henderson
Bugs Henderson
1943 in Palm Springs geboren, und aufgewachsen in Tyler, Texas, galt Bugs Henderson zeitlebens als Kultgitarrist, dessen Name unter Saiten-Fans stets mit Bewunderung genannt wurde und der sich auch in Europa eine treue Anhängerschar erspielt hatte, darunter in Wien, wo er noch im Oktober des vergangenen Jahres im REIGEN gastierte. Auch an besagtem Abend stellte der Amerikaner sein außergewöhnliches, emotionales Spiel am Stromruder unter Beweis. Hendersons unverwechselbarer, sprechender Gitarrenstil beeindruckte nicht umsonst auch sein großes Vorbild, Freddie King, der ihn in eine Reihe mit Duane Allman oder Roy Buchanan stellte. Blues, Shuffles und Balladen im unverkennbaren Texas-Bluesrock-Gewand waren das Markenzeichen des Gitarristen und Sängers. Dabei konnte er aus langjähriger Erfahrung in verschiedensten Musikbereichen schöpfen. Unter anderem arbeitete Henderson mit Delbert McClinton, Ike & Tina Turner, Leon Russel und eben Freddie King. Kultstatus erlangte er mit der 1978er-Live-Platte "At Last" als "perfekte texanische Blues´n´Shuffle-Maschine". Dass Henderson aber auch die leisen Töne perfekt beherrschte, bewies er zum Beispiel mit dem Album „Stormy Love“. Wer mit dem Mann aus Palm Springs bis dahin lediglich Hartes und Ungeschliffenes verbunden hatte, entdeckte mit langsamen Balladen wie „Shining Again“ vollkommen neue Seiten. Hendersons zuvorkommendes, liebenswürdiges Auftreten und seine ehrliche, musikalische Bodenständigkeit machten seine Live-Auftritte nahezu zu familiären Ereignissen, die Gattin stets an seiner Seite. Bugs Henderson verstarb am 8. März 2012 an Leberkrebs.

Dietmar Hoscher

Bugs Henderson & The Shuffle Kings@Reigen-Live Vienna 15.10.2011

Nachruf Louisiana Red
Louisiana Red
Louisiana Red
Iverson Minter, aka Louisiana Red, hat wahrlich seinen sprichwörtlichen, persönlichen Blues im Übermaß erfahren. Geboren am 23. März 1932, möglicherweise in Bessemer, Alabama – Reds eigene Angaben bezüglich seines Geburtsortes variierten und umfassten etwa auch Vicksburg - verstarb seine Mutter bei der Geburt des Sohnes. Den Vater verlor Louisiana Red im Alter von fünf Jahren, als dieser vom Ku Klux Klan gelyncht wurde. Jahre in einem Waisenhaus in New Orleans folgten, bevor er von seiner Großmutter – die ihm auch die erste Gitarre kaufte – nach Pittsburgh geholt wurde. Diese harten Kindheitstage hat der Musiker nie vergessen, bis zuletzt unterstützte er zum Beispiel verschiedenste Waisenhäuser, auch finanziell. „Als ich ein Kind war, habe ich mir geschworen, wenn ich jemals aus dem Waisenhaus rauskomme und ein Mann werde, so werde ich danach trachten immer genug zu essen und ein warmes Zuhause zu haben, aber was darüber hinaus geht, gehört den Kindern!“, erzählte er einst im CONCERTO-Interview.

In den späten 1940ern zog es Louisiana Red bluesmäßig nach Detroit, wo er sich unter anderem mit John Lee Hooker anfreundete und erste Plattenaufnahmen unter dem Pseudonym „Rocky Fuller“ einspielte. Daneben war er als Straßenmusiker tätig, verdingte sich als Hilfsarbeiter und diente bei der Air Force in Korea. Weitere Stationen seiner musikalischen Karriere waren Chicago, wo er unter anderem für Chess Records aufnahm, aber auch New York. In den Sechzigern feierte Louisiana Red Erfolge auf dem Roulette Label. Trotzdem nahm das Interesse an seinem Blues in den Staaten ab und Red konzentrierte sich zunehmend auf Europa, wo sein authentischer, bodenständiger Stil auch von den Bluespuristen sehr geschätzt wurde. Horst Lippmann brachte Louisiana Red mit dem American Folk Blues Festival nach Deutschland. Schließlich ließ sich der Musiker mit seiner Gattin Dora in Hannover nieder. Reds kompromisslos ehrlicher Blues machte ihn zum gern gesehenen Gast zahlloser Clubs und Festivals, darunter auch dem Vienna Blues Spring, wo er noch im April des Vorjahres begeisterte. Das 2009 veröffentlichte, grandiose Album „Back To The Black Bayou“ katapultierte Louisiana Red schließlich auch in seiner Heimat zurück ins Rampenlicht der Bluesszene, etliche Blues Music Awards waren die Folge. Unterstützt wurde er auf dieser Platte unter anderem von Little Victor, Kim Wilson, David Maxwell und Bob Corritore. Stimmlich voller Kraft, bisweilen sogar aggressiv, brillierte der damals 77jährige auch mit seiner furiosen Slidegitarre. Louisiana Red war ein unermüdlich engagierter, mitunter streitbarer aber stets liebenswürdiger Vertreter des traditionellen, erdigen, tief emotionalen Blues. Er verstarb am 25. Februar dieses Jahres in einem Spital in Hannover an einer Schilddrüsenerkrankung.

Dietmar Hoscher

Louisiana Red mit Al Jones Band@Reigen-live 30.4.2011 Vienna Blues Spring

Vienna Blues Spring 2012 - Vorwort von Bürgermeister Dr. Michael Häupl
Dr. Michael Häupl
Dr. Michael Häupl
The Blues will never die – schon gar nicht in Wien! Bereits zum 8. Mal gibt es nun den Vienna Blues Spring, der in mehreren Lokalitäten der Stadt die Zuhörerinnen und Zuhörer begeistert. Zusätzlich findet im Rathaus wieder die Bluesbenefizgala statt. All das zeigt: Die Wienerinnen und Wiener und mit ihnen die zahlreichen Gäste haben den Blues Spring in dieser Stadt zu schätzen gelernt.

Kein Wunder, bietet das Festival doch die Möglichkeit, die Vielfalt des Blues hautnah miterleben zu können. Hier treffen arrivierte Künstlerinnen und Künstler auf Newcomer. Und die Veranstalter legen Wert darauf, auch der heimischen Szene breiten Raum zu widmen. Der Erfolg des Festivals zeigt sich auch darin, dass viele internationale Stars dieses Genres ihre Visite in der Bundeshauptstadt zu Beginn des Frühlings offenbar bereits alljährlich fix einplanen. Und damit ist der Vienna Blues Spring auch als touristische Kultur-Attraktion bereits eine wichtige Größe.

Den Organisatoren wünsche ich ein erfolgreiches Festival, den Besuchern tolle Konzerte!

Dr. Michael Häupl
Bürgermeister der Stadt Wien


Vienna Blues Spring 2012 - Vorwort des amtsf. Stadtrat für Kultur und Wissenschaft in Wien
Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Dr. Andreas Mailath-Pokorny
In der Musikstadt Wien hat sich in den letzten Jahren eine überaus lebendige, kreative Bluesszene etabliert, die Wien auch weit über Österreichs Grenzen hinaus zum bedeutenden Brennpunkt gemacht hat. Das vielfältige Programm an mittlerweile fünf Spielorten und eine erstmalige Kooperation mit dem Akkordeonfestival bietet den Bluesfans, aber auch jenen die einfach nur an guter Musik interessiert sind, ein vielfältiges Programm. Wien gilt, mit seinem interessierten, kundigen aber auch durchaus kritischen Publikum, international als wichtiger Standort für die kreative Szene der improvisierten Musik.

Viel Erfolg allen, die bei der Realisierung dieses Festivals mitarbeiten, teilnehmen oder einfach nur genießen!

Dr. Andreas Mailath-Pokorny
amtsf. Stadtrat für Kultur und Wissenschaft in Wien


Vienna Blues Spring 2012 - Vorwort des Geschäftsführers Wien Holding
Komm.-Rat Peter Hanke
Komm.-Rat Peter Hanke
Wien gilt als Weltstadt der Kunst und Kultur. Erfolgreiche Kulturveranstaltungen wie der Vienna Blues Spring leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. Nach dem großen Publikumszuspruch der vergangenen Jahre geht das Festival 2012 bereits in seine achte Auflage. Das hohe kulturelle Niveau unserer Stadt weiter auszubauen, istein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosphie. Wir freuen uns, auch heuer wieder als Partner an Bord zu sein, und unser Haus der Musik und unser Mozarthaus Vienna als Spielorte einbringen zu dürfen.

Als Kulturkonzern der Stadt Wien ist es unsere Aufgabe, zur kulturellen Programmvielfalt in der Stadt beizutragen: Große Oper im Theater an der Wien, Musicals von Weltformat im Raimund Theater und im Ronacher, Weltstars und Top-Events in der Wiener Stadthalle sowie Kunst und Kultur zum Angreifen und Staunen in unseren vier Wien Holding-Museen. Mit rund 2,5 Millionen BesucherInnen haben sich unsere Kulturbetriebe als bedeutsame Triebfeder für die Wirtschaft, den Tourismus und den Arbeitsmarkt unserer Stadt etabliert.

Ich wünsche den BesucherInnendes Vienna Blues Spring 2012viel Spaß und gute Unterhaltung sowie allen Mitwirkenden und OrganisatorInnenviel Erfolg!

Komm.-Rat Peter Hanke
Geschäftsführer Wien Holding


Vienna Blues Spring 2012 - Einleitende Worte des Veranstalters
Ing. Wolfgang Windbacher
Ing. Wolfgang Windbacher
Der 8. Vienna Blues Spring findet wie gewohnt vom 20.3. bis 30.4.2012 statt, beginnt aber bereits mit einem „Preopening“ am 13.3.mit einem Konzert des grandiosen Popa Chubby, der sich in den letzten Jahren als Publikumsliebling herauskristallisiert hat. Es folgt nach der „Open House Blues Session“ am 19.3. eine geballte Ladung internationaler und nationaler Bluesgrößen. Davon 37 Konzerte im Reigen, die Bluesbenefizgala im Rathaus zugunsten des Vereins „flora -Wienerinnen gegen Brustkrebs“, drei akustische Konzerte im Mozarthaus-Vienna, ein Konzert im Haus der Musik und eine Chicago Blues Night im Theater Akzent.

Erstmals also fünf Veranstaltungsorte mit 43 Veranstaltungstagen. Zusätzlich findet am 24.3. eine Kooperation mit dem Akkordeonfestival statt: „Zydeco Sweetheart“ ROSIE LEDET und ihre ZYDECO PLAYBOYS (USA) werden ordentlich einheizen! Mehr als 330 MusikerInnen aus 10 Nationen werden erwartet, wobei wir auch großen Wert auf einen hohen Frauenanteil legen, obwohl Blues traditionell stark männerdominiert ist. Der Anteil österreichischer Musiker liegt bei rund der Hälfte - ein sehr hoher Prozentsatz für ein internationales Festival!

Ich danke sehr herzlich allen Unterstützern, besonders Herrn Bürgermeister Dr. Michael Häupl für den Ehrenschutz, der Kulturabteilung der Stadt Wien unter Kulturstadtrat Dr. Mailath Pokorny sowie der Wien Holding. Weiters allen Inserenten im Programmheft und den Medienpartnern Kurier, blues.at, Echo Verlag, Ö1 (Herbert Uhlir) und Radio Wien (Tommy Vitera) für die langjährige Zusammenarbeit.

Viel Vergnügen, viele Neuentdeckungen und spannende Konzertabende wünscht mit „bluesigen“ Grüßen

Ing. Wolfgang Windbacher
Veranstalter


Vienna Blues Spring 2012 - Vorwort des Künstlerischen Leiters
Dietmar Hoscher & Bob Margolin
Dietmar Hoscher & Bob Margolin
Nach dem großen Publikumszuspruch der vergangenen Jahre geht der Vienna Blues Spring, inzwischen fix etabliert im Reigen der großen europäischen Genre-Festivals, 2012 selbstbewusst in seine 8. Auflage. Der Abwechslungsreichtum des Programms hat in den vergangenen Jahren auch anfängliche Skeptiker überzeugt, ob es denn überhaupt möglich sei, einen sechswöchigen, überwiegend selbstfinanzierten Bluesmarathon derart spannend zu gestalten. Sieben Jahre Vienna Blues Spring haben eindrucksvoll bewiesen: ja, man kann!

Die Spielorte werden in diesem Jahr abermals ergänzt, so kommt erstmals das Theater Akzent hinzu, welches das im Rahmen des Vienna Blues Spring zu feiernde 30jährige Jubiläum des rührigen, heimischen Labels „WOLF Records“ beherbergt. Das „Haus der Musik“ kehrt auf die Liste der Spielorte zurück, weiter dabei das Mozarthaus Vienna mit seiner außergewöhnlichen, intimen Atmosphäre, welche wie gewohnt einigen akustischen Gustostückerln Platz bieten wird. Die große Gala geht wie 2011 im Festsaal des Wiener Rathauses über die Bühne, wiederum als Charity für den und veranstaltet vom Verein „flora – Wienerinnen gegen Brustkrebs“. Und natürlich das „Herz“ des Festivals, der REIGEN.

Unverändert bleibt das bewährte Konzept, insbesondere der Vielfalt des Genres genügend Platz zu bieten, auch wenn man dafür vereinzelt Kritik hinnehmen muss. Von klassischem Deltablues über Rockblues und Soulblues bis zu R´n´B und Boogie wird einmal mehr extrem viel geboten. Damit sollen unterschiedlichste Publikumskreise angesprochen werden. Der heimischen Szene gibt man wie stets breiten Raum und ebenso wie in den Vorjahren legen wir auch hohen Wert auf die „Blueswomen“, die bereits in der ersten Festivalwoche groß aufspielen werden, unter anderem mit „More Girls With Guitars“ im Rahmen des RUF-Bluescaravan. Schließlich ist Blues nicht nur keine Frage von Hautfarbe und Herkunft, sondern auch keine des Alters oder des Geschlechts. Neben zahlreichen Festival-Newcomern wie Big Pete Pearson oder den Sultans Of Slide machen naturgemäß auch etliche bisherige Publikumslieblinge, von Bob Margolin bis Larry Garner, ihre Aufwartung. Am einen Ende der Blues-Jahrzehnte-Skala finden sich Veteranen wie Savoy Brown oder Clem Clempsen und Arthur Brown als Gäste der Hamburg Blues Band, am anderen die „next generation“ mit Kofi Baker und Malcolm Bruce zwei Söhne des legendären „Cream“-Trios!

Auf eine Künstlerin des diesjährigen Vienna Blues Spring möchte ich besonders verweisen: Candye Kane. Die großartige, liebenswerte und engagierte Sängerin, Komponistin und Pianistin ist abermals an Krebs erkrankt, nachdem sie diese heimtückische Geisel in heroischem Kampf bereits überwunden glaubte. Trotzdem geht sie auf Europatournee, auch, um Geld für ihre Behandlung in Amerika zu verdienen. Der Vienna Blues Spring ruft daher während des gesamten Festivals 2012 zu einer Spendenaktion für Candye Kane auf. Ich hoffe, dass sich möglichst viele Bluesfans daran beteiligen werden!

Mag. Dietmar Hoscher
Künstlerischer Leiter des Vienna Blues Spring